Termine im Überblick
In Zusammenarbeit mit den Beraterinnen und Beratern der Regionalsprachen der Regionalen Landesämter für Schule und Bildung bietet das NLQ eine Qualifizierung Niederdeutsch für Lehrkräfte im Sekundarbereich I an.
Die Qualifizierung richtet sich an Lehrkräfte, die die Sprachbegegnung mit Niederdeutsch in ihrem Unterricht aktiv und gern auch fachübergreifend gestalten wollen, um die Mehrsprachigkeit ihrer Schülerinnen und Schüler gezielt zu fördern. Als Grundlage hierfür steht § 2 Abs. 1 NSchG, wonach die Schülerinnen und Schüler lernen sollen, sich auch in den „kleinen Sprachen“ auszudrücken.
Mit der Qualifizierung Niederdeutsch im Sekundarbereich I erwerben Lehrkräfte berufsbegleitend fachwissenschaftliche, fachdidaktische und fachpraktische Kompetenzen, um die Sprache auf der Grundlage der curricularen Vorgaben einzuführen. Optional wird ein Online-Sprachkurs angeboten,
der sich an Lehrkräfte mit geringen Niederdeutsch-Kenntnissen richtet.
Zielgruppe und Teilnahmebedingungen
Zielgruppe der Qualifizierung Niederdeutsch im Sekundarbereich I sind unbefristet im niedersächsischen Schuldienst tätige Lehrkräfte. Es stehen insgesamt 25 Plätze zur Verfügung.
Weitere Infos im Anhang hier:
Ist die Form „pröven“ korrekt oder doch „pröwen“? Soll ich „maaken“ schreiben oder lieber „maken“? Die Klärung solcher Fragen im Schreibprozess eines plattdeutschen Textes fällt nun deutlich einfacher aus.
Am 15. April 2026 hat die SASS-Redaktion eine Rechtschreibprüfung für das Plattdeutsche (Niederdeutsche) online gestellt. Diese Rechtschreibprüfung ist eine Ergänzung zum frei erhältlichen Textverarbeitungsprogramm LibreOffice. Sie kann kostenlos auf der Internetseite des SASS-Netzwörterbuchs heruntergeladen werden (https://netz.sass-platt.de/) und auch als Ergänzung zu anderen Textverarbeitungsprogrammen wie Microsoft Word genutzt werden. Sie umfasst mit ca. 400.000 Wortformen den gesamten Bestand des SASS-Netzwörterbuchs und repräsentiert die Rechtschreibregeln nach SASS in ihrer Anwendung auf das Nordniederdeutsche. Damit liegt die lange gewünschte SASS-Rechtschreibprüfung für das Niederdeutsche endlich vor. Sie trägt zur orthografischen Korrektheit des Niederdeutschen nach SASS bei und erleichtert allen Sprachnutzenden den Umgang mit den SASS-Rechtschreibregeln.
Der vollständige Text der Pressemitteilung ist hier zu finden:
In ʼt Ohnsorg-Theater gifft dat en neei Stück: „Nur ein Tag – Blots een Dag“ up Hoog un Platt van Martin Baltscheit. En Stück för Grundschoolkinner, de mit Humor, man ok vörsichtig van Fründskupp, Leevde un de Freid an ʼt Leven vertellt. Premiere is an de 3. Mai, spöölt word bit to de 7. Juni. Un an de 2. Mai Klock dree sünd wi Mesters un Mesterskes inladen, uns de Generalproov antokieken, dat köst nix. Materiaal gifft dat ok. Hier klicken un kieken!
Mehr Infos zum Workshop sind unter Termine zu finden!
Heike Brüning schrifft uns: „Inʼn Septembermaand hett de Landschaftsverband Stade dat tweete Book von Lieselotte op Platt rutbrocht: En Boortsdagsfest för Lieselotte. So as lest Johr to dat eerste Book hebb ik ok to dit Book woller dat Quiz bi Antolin ferdigmaakt. Bi dat Tohopstellen von de Frogen hebb ik mi woller von Kinner unnerstütten laten. Wiest geern ju’e Kinner dorop hen, dat dat dat nu bi Antolin geben deit.“ – To finnen hier.
Plattdeutscher Pop, Rock, Hip Hop oder Reggae – der Bandcontest Plattsounds kommt nach Schneverdingen Plattsounds sucht das beste plattdeutsche Lied des Jahres 2026: Junge Bands und Solo-Künstlerinnen und -Künstler aus ganz Niedersachsen sind ab sofort eingeladen, sich mit einem selbst geschriebenen Song für den plattdeutschen Bandcontest zu bewerben. Einsendeschluss ist der 15. September 2026. Im großen Finale kürt eine Jury den Sieger oder die Siegerin – zu gewinnen gibt es Preisgelder, Trophäen und den Titel „Bestes plattdeutsches Lied des Jahres“.
Die 16. Ausgabe von Plattsounds findet am 7. November 2026 in Schneverdingen statt. Das Publikum in der Alten Schlachterei, dem Kulturhaus des Kulturvereins Schneverdingen, kann sich beim Finale auf plattdeutschen Pop, Rock, Punk, Metal, Rap oder Reggae von zehn Bands im Wettbewerb freuen.
Teilnehmen können Musikerinnen und Musiker zwischen 15 und 30 Jahren – Kenntnisse des Plattdeutschen sind aber keine Voraussetzung. Das Organisationsteam unterstützt die Nachwuchstalente bei der Übersetzung und Aussprache. Ziel des Wettbewerbs ist es, jungen Künstlern die Möglichkeit zu geben, mit Plattdeutsch zu experimentieren und sich mit der Regionalsprache kreativ auszuprobieren. – Alle weiteren Informationen in den folgenden Dateien.
Heike Brüning schrifft uns: „Inʼn Septembermaand hett de Landschaftsverband Stade dat tweete Book von Lieselotte op Platt rutbrocht: En Boortsdagsfest för Lieselotte. So as lest Johr to dat eerste Book hebb ik ok to dit Book woller dat Quiz bi Antolin ferdigmaakt. Bi dat Tohopstellen von de Frogen hebb ik mi woller von Kinner unnerstütten laten. Wiest geern ju’e Kinner dorop hen, dat dat dat nu bi Antolin geben deit.“ – To finnen hier.
Hans-Hinrich Kahrs schrifft uns: „Seit 25 Jahren führt der Landschaftsverband Stade im Wechsel mit dem Plattdeutschen Lesewettbewerb einen Niederdeutschen Schultheatertag durch. In diesem Frühjahr 2026 soll die Begegnung mit Theater und Sprache nicht auf die Schulen begrenzt werden. Wir laden Sie daher herzlich ein, den Jugendlichen vor Ort Regionalsprache und Darstellendes Spiel auch bei Ihnen in Theatergruppen, Kultur-und Heimatvereinen, bei Landjugend- und Landfrauen sowie Kirchengemeinden vor Ort zu ermöglichen. Es können kurze Sketche oder Stücke oder andere Formen Darstellenden Spiels wie Vertell- oder Lesetheater auf Niederdeutsch bzw. mehrsprachig aufgeführt werden.“ – To dat groot Projekt höört en Workshop, de Veranstalten „Woans bringt wi junge Lüüd op de Bühn un wat maakt se dor?“, dat Theaterdrepen sülvst un sogaar en Jugendtourneetheater („Wellenbreker“) statt. – All Infos in disse Datei:
Wie in den Jahren zuvor bringt der Lüneburgische Landschaftsverband auch in diesem Jahr einen Flyer mit Bildungsangeboten aus dem Bereich Plattdeutsch heraus. Die Veranstaltungen finden in den Landkreisen Harburg, Heidekreis, Lüneburg, Lüchow-Dannenberg und Uelzen statt. Im April geht es los mit zwei Plattdeutsch-Kursen. – Der aktualisierte Flyer ist hier zu finden.
Immer wieder alte und neue Stücke im Ohnsorg-Theater. In den aktuellen Lehrer-Infos heißt es:
Was gibt es Anfang des neuen Jahres für Sie und Ihre Schüler*innen zu erleben im Ohnsorg Studio? – Zunächst einmal finden noch bis zum 24.1. die letzten Vorstellungen von Theodor Storms „De Schimmelrieder“ (ab Klasse 10) statt. Im Anschluss ist ab dem 1.2. das Oldenburgische Staatstheater mit Charles Ways „Unsere wilden Jahre – As wi wild weern“ (Klasse 3 bis 6) bei uns zu Gast.
Am 1.3. feiert dann „Heul doch nicht, du lebst ja noch – Huul man nich, du leevst ja noch“ (ab Klasse 8) nach dem Roman von Kirsten Boie Premiere im Ohnsorg Studio. Hierzu bieten wir Ende Februar einen Workshop, eine Probe sowie eine öffentliche Generalprobe jeweils für für Lehrerinnen und Lehrer an. – In allen Stücken werden Hoch- und Plattdeutsch niedrigschwellig und fantasievoll miteinander verbunden, sodass alle Zuschauerinnen und Zuschauer problemlos den Geschichten folgen können. Außerdem bieten wir zu allen Stücken umfangreiches Begleitmaterial mit Ideen und Übungen für den Unterricht an! Auch ein Angebot für die Einbindung der plattdeutschen Sprache im Allgemeinen können wir Ihnen zuschicken. Bestellen Sie es kostenlos unter [email protected]. Weitere Informationen zu den Stücken sowie unseren anderen theaterpädagogischen Angeboten finden Sie auch auf unserer Website.
Anfang Dezember endete der erste Fortgeschrittenenkurs für Saterfriesisch, ein echter Meilenstein für alle Beteiligten. Acht engagierte Teilnehmende haben an acht abwechslungsreichen Abenden ihre Kenntnisse der kleinsten friesischen Sprache vertieft und erweitert. Der Kurs ist ein gemeinsames Angebot des Seeltersk-Kontoor, des Seelter Buund und des katholischen Bildungswerks Saterland. Die Dozentin war Veronika Pugge. Im Mittelpunkt des Kurses standen weiterführende grammatische Strukturen sowie die aktive Anwendung der Sprache. Durch vielfältige Übungen und praxisnahe Aufgaben konnten die Lernenden ihre Fähigkeiten systematisch ausbauen. Besonders das freie Sprechen spielte dabei eine große Rolle und half den Teilnehmenden, noch mehr Sicherheit im Umgang mit dem Saterfriesischen zu gewinnen. – Der erfolgreiche Abschluss zeigt einmal mehr, wie groß das Interesse an der Bewahrung und Förderung dieser einzigartigen Sprache ist. Wir freuen uns darauf, auch in Zukunft weitere Lernmöglichkeiten anbieten zu können, damit das Saterfriesische lebendig bleibt und weitergetragen wird. Sprachkurse für das Jahr 2026 sind auf der Internetseite des Bildungswerkes Saterland und Friesoythe zu finden. (Pressemitteilung von Henk Wolf, Seeltersk-Kontoor; E-Mail: [email protected]; Tel. 0 44 98/940-100).
Zum Bild rechts: Fünf der acht Kursteilnehmenden zeigen stolz ihre Urkunden. Von links: Annet Busser, Stefan Wallschlag, Siegbert Blank, Bouke Slofstra, Andrea Hilwers. Es fehlen: Sieglinde Lüken, Sandra Krause und Edith Sassen; Foto: Veronika Pugge/Seeltersk-Kontoor
Bei der 15. Ausgabe des Plattsounds Bandfestivals wurde der Song „In’n Twiefel för den Punk“ zum besten plattdeutschen Lied des Jahres 2025 gewählt. Die Band Rice of Jesus kam damit in der Lagerhalle in Osnabrück auf den 1. Platz und erhält 1000 Euro Preisgeld. Auf den Publikumspreis (via Online-Voting) räumte sie ab. – Alle Gewinner, viele Bilder und Berichte unter https://www.plattsounds.de/.
RLSB-Berader Jesse Franz informeert us: „Dat Vergeven vun de Plätze löppt al un geiht na dat Windhundprinzip. Bet to’n 17. Januar 2026 kann een sik noch anmellen: De Bingo-Umweltstiftung röppt wedder to de „Week vun de Natur“ up un betahlt Ümweltprojekten. In den Tiedroom vun 13. bit to de 28. Juno 2026 is dat mit düsse Ünnerstütten mööglich, dat dat Waldpädagogikzentrum (WPZ) Ostheide Butenpädagogik up Platt kostenfree, direkt bi Jo an de Scholen anbeden kann. Af sofoort künnt Interesseerte, de ut de Landkreise LG, CE, UE, HK, WL, ROW, VER, GF kaamt, sik bi dat WPZ per Mail bi [email protected] mellen üm dor Termine aftoschnacken. Dat kümmert sik denn ok üm de Kommunikatschoon mit de Stiften un de Walpädagogen Sönke Meyer un Martin Jonas. – De twee doot (blangenbi seggt) uk vun de „Week vun de Natur“ av jümmers Butenpädagogik up Platt anbeden. Gliektiedig deichselt dat WPZ uk dat ganze Johr över Föhrens dör de indrucksvulle Forstsaatgutberatungsstelle Oerrel – Düütschlands gröötst un modernst Bedrief to’n Verarbeiden vun Saatgood ut de Forst. In alle Fälle kriggt man bi Interesse den Kontakt to dat WPZ över Elke Urbansky. – Denn man veel Pläseer in’t Holt!“
De Schoolmesterdag 2025 van de Landschaftsverband Weser Hunte hett in dat Quaet-Faslem-Haus van dat Musuem Nienbörg stattfunnen. Thema was „Plattdeutsch und Künstliche Intelligenz“. RLSB-Berader Dr. Gregor Spiekermann hett verscheden Techniken un Programmen vörstellt, de de Deelnehmers ok gliek utprobeert hebben. – In de Anhang is de Pressemitdelen to finnen.
De Leder von „Dat bün ik“, sungen van de „Plattrebellen“ ut dat Vörder Land, gifft dat nu ok as Stream un mit en Video: Klick hier, kiek, höör un sing mit! Un dat Football-Video kann man finnen unner: https://www.youtube.com/watch?v=v4vvh90Y6ao. En Pressebericht ut de „Bremervörder Zeitung“ is as PDF-Datei unnern. Dat Book mit de Texten un Noten steiht wiederhen in de „Plattschapp“ van Heiko un Johann Frese. – Völen Dank an all, de sük för disse Saak stark maken! En besünner Dank geiht an Hans-Hinrich Kahrs!
„De Wiehnachtsmann as Ballonfohrer. Dör de Adventstiet vun Lappland bet na Noorddüütschland“. So heet en neei Book, schreven up Hoog un up Platt van von Hans-Hinrich Kahrs, he stammt ut de Landkreis Rotenburg/Wümme. De Biller komen van Sonja Jannichsen. To bestellen is dat Book in de Plattschapp van Johann un Heiko Frese. Se schrieven to de Inhalt: „De Wiehnachtsmann maakt sik mit sien Hittluftballon un sien Teddy Smutje opʼn Padd vun den Korvatunturi – sien Tohuus in Noordfinnland – na Noorddüütschland: Himmelpoorten, wiethen bekannt dör sien Wiehnachtspostamt, dor will he hen. Man dat löppt nich alles so rund. Sien junge Helpslüüd Hanna un Luten verlangt em düchtig wat af – as weer he en Soziaalarbeiter. Un dorbi is dat üm sien Pump nich jüst goot bestellt. Kaamt de dree denn nu to laat toʼn Wiehnachtsfest? Mitverfolgen kannst dat Drama op 23 Dubbelsieden mit Biller in dat Formaat 59 x 21 cm (toklappt 30 x 21 cm).“ – Hier sünd noch mehr Informationen to finnen: https://plattschapp.de/index.php?plg=plaggenhauer
Sprecher des Saterfriesischen wurden Sonnabend (am 11. Oktober) dringend gesucht. Jörg Peters von der Universität zu Oldenburg brauchte Gewährspersonen für ein neues Forschungsprojekt, im Rahmen dessen er herausfinden möchte, in welchen Situationen Menschen im Saterland Saterfriesisch, Niederdeutsch oder Hochdeutsch sprechen. Für eine effektive Sprachpolitik kann dies sehr wertvolle Informationen liefern. Er stellte sein Projekt in der Moorschänke in Ramsloh einem interessierten Publikum vor. Mehrere Zuhörer meldeten sich sofort an, um ihn zu unterstützen. Seine Kollegen Eric Hoekstra und Fenna Bergsma von der Fryske Akademy suchten ebenfalls Saterfriesischsprecher. Sie erforschen die saterfriesische Grammatik und insbesondere die saterfriesischen Verben. Henk Wolf vom Seeltersk-Kontoor rief die Anwesenden dazu auf, ihm Ideen für neue Zeitungskolumnen zu liefern.
Organisiert wurde der Tag der Saterfriesen vom Seeltersk-Kontoor in Zusammenarbeit mit der Fryske Akademy und dem Seelter Buund. Ermöglicht wurde die Veranstaltung durch die Unterstützung des Niedersächsischen Ministeriums für Wissenschaft und Kultur sowie der Bundesbeauftragten für Kultur und Medien. – Die ganze Pressemitteilung mit vielen eindrücklichen Bildern sind hier zu finden.
Weitere Infos unter Termine!
Ein grauer Hund möchte lieber bunt sein; ein Hahn verlangt, dass seine Hennen mehr Eier legen, und ein alter Pelikan fährt lieber Boot anstatt zu fliegen. Ob das wohl alles gutgeht? Kinder im Saterland erfahren es künftig aus dem bunt illustrierten Buch „Grieze Huunde konnen nit fljoge“, das am 11. Oktober am Tag der Saterfriesen in Ramsloh vorgestellt wurde. – Die ursprünglichen deutschen Tiergedichte stammen aus der Feder von Jos F. Mehrings und erschienen 2020 unter dem Titel „Graue Hunde könnʼn nicht fliegen“. Das beliebte Buch mit Illustrationen von Yvonne Semken hat inzwischen bereits seine dritte Auflage erlebt. Nach einer plattdeutschen Übersetzung von Stefan Meyer folgt nun die saterfriesische Fassung - die dritte insgesamt. – Alle Schulen und Kindergärten im Saterland erhalten kostenlos einige Exemplare der „Grieze Huunde“. Weitere Interessierte können das Buch für 12 Euro beim Seelter Buund oder beim Seeltersk-Kontoor erwerben.
Unter dem Motto „Platt fiert“ hatte das Plattdüütskbüro der Ostfriesischen Landschaft im September zum 20. Plattdüütskmaant aufgerufen. Gemeinsam mit den Plattdeutschbeauftragten der Kommunen und vielen weiteren Partnern führte das Plattdüütskbüro über 90 Veranstaltungen, Projekte und Aktionen durch. „Ich möchte mich bei allen Beteiligten für ihren unermüdlichen Einsatz bedanken“, erklärte Grietje Kammler, Leiterin des Plattdüütskbüros. „Es ist überwältigend, wie viele Menschen sich in Ostfriesland für die Förderung der plattdeutschen Sprache einsetzen.“ Es sei wieder einmal deutlich geworden, dass dem Plattdeutschen in Ostfriesland inzwischen mit einer positiven Grundeinstellung begegnet werde. – Verschiedene Veranstaltungen, Aktionen und Höhepunkte sind hier zu finden.
Die coolste Sprache des Nordens wird wieder gesungen: Plattsounds, der plattdeutsche Bandcontest, geht in eine neue Runde. Das große Finale findet dieses Jahr am 15. November in der Lagerhalle in Osnabrück statt. Den Gewinnern winken bis zu 1.000 Euro. Infos unter www.plattsounds.de.
Körtens hett de „Week der Natur“ vun de neddersass’sche Bingo-Stiftung stattfunnen un dat Waldpädagogikzentrum (WPZ) Ostheide hett wedder orntlich Veranstaltens deichselt. Ünner anneren weer uk Sönke Meyer – Butenpädagoge, Forstamtmann ut’n Deenst rut un Partner vun’t WPZ – mit vun de Partie un hett Programme to’n Wald up Platt geven. Lieke Programme hett uk sien Kollege Martin Jonas geven, sodat tosamen starke 16 verschedene Gruppen Butenpädagogik up Platt geneten kunnen – un dat dank von de „Week der Natur“ ümsünst! Uk wenn man jüst nich „Week der Natur“ is, geevt de twee Butenpädagogen geern Föhrens up Platt in’t Holt. Welkeen groff ut de Region vun de Lümborger Heid kümmt, kann sik bi Interesse melden bi dat WPZ, dat denn vermiddeln deit ([email protected]). Besünners mit Schoolklassen deit sik so en Event anbeden, bi dat de Butenpädagoge in de Regel uk no de Scholen hen kümmt. (Jesse Franz, RLSB-Berader)
Wenn een de Leesweddstried in Hannover noch maal nahören will: Hier is de Link to de Sendung van Ilka Brüggemann! De is an de 11. August up NDR1 Niedersachsen lopen. Lüüstert geern noch maal rin in de Landesentscheed van und mit de best Leserinnen un Lesers ut dat hele Land!
Am 11.6. war es endlich so weit: Der Plattdeutsche Lesewettbwerb "Schöler leest Platt" ging in seine letzte Runde. Im Haus der Niedersächsischen Sparkassenstiftung und der VGH-Stifung in Hannover traten die 30 besten jungen Plattdeutsch-Leserinnen und -Leser im Landesentscheid an. Wir freuen uns sehr, nun die Siegerinnen und Sieger verkünden zu können, die mit ihren lebendig und mitreißend vorgetragenen Texten die rund 180 Menschen im Publikum begeisterten.
In der folgenden Pressemitteilung ist eine Übersicht über die Teilnehmenden des Landesentscheids inkl. deren Platzierungen zu finden:
Die Teilnehmer und Teilnehmerinnen am Landesentscheid "Scholer leest Platt" 2025. Foto: Jörg Zimmermann
Am 7. Mai 2025 wurden im Museum Lüneburg elf Schulen aus Niedersachsen für ihr herausragendes Engagement in der Pflege der niederdeutschen und saterfriesischen Sprache ausgezeichnet. Kultusministerin Julia Willie Hamburg nahm die Ehrungen persönlich vor.
Rezertifizierte Schulen:
• Grundschule Wiesmoor-Mitte (Landkreis Aurich)
• Grundschule Moorriem (Landkreis Wesermarsch)
• Grundschule Golzwarden (Landkreis Wesermarsch)
• Marienschule Strücklingen (Landkreis Cloppenburg, Saterland)
• Grundschule Moordorf (Landkreis Aurich)
• Grundschule Constantia Emden (Stadt Emden)
• Grundschule Hermann-Löns-Schule (Landkreis Lüneburg)
• Berufsbildende Schulen (BBS) Wittmund (Landkreis Wittmund)
Neu ausgezeichnete Schulen:
• Grundschule Emlichheim (Landkreis Grafschaft Bentheim)
• Grundschule Egels (Landkreis Aurich)
• Marie-Ulfers-Grundschule Carolinensiel (Landkreis Wittmund)
Das Rahmenprogramm wurde durch plattdeutsche Beiträge von Schülerinnen und Schülern gestaltet – lebendige Sprachkultur zum Anfassen!
Neben der Kultusministerin waren auch Ministerialrat Peter Reinert vom Niedersächsischen Kultusministerium, Gabriele Scheel (Fachdezernentin), Nicole Künnen (Fachberaterin beim RLSB für die Auszeichnung „Plattdeutsche Schule“) sowie weitere Fachberaterinnen und Fachberater des Regionalen Landesamtes für Schule und Bildung anwesend. Die Begrüßung übernahm Prof. Dr. Heike Düselder vom Museum Lüneburg.
Diese Auszeichnungen würdigen das kontinuierliche Engagement der Schulen für die Integration von Niederdeutsch und Saterfriesisch in den Bildungsalltag. Mit ihren vielfältigen Aktivitäten leisten sie einen wichtigen Beitrag zum Erhalt dieser kulturellen Schätze. Die Veranstaltung unterstreicht, wie wichtig sprachliche und kulturelle Vielfalt für Niedersachsen ist – und wie stark sich Schulen dafür einsetzen.
Heike Brüning ut Worphusen hett tosamen mit hör Platt-AG Fragen to de Text un to de Biller van „Lieselotte luert“ in dat Leesprogramm van Antolin (Westermann Verlag) instellt. Dat geiht mit Ankrüzen, dat gifft immer dree Mögelkheiden. Bispillen:
Was macht die Bäuerin bei Lieselotte am Morgen?
– Sie übt mit Lieselotte den Text zum Singen.
– Sie melkt Lieselotte.
– Sie streichelt Lieselotte.
Was macht die Ameise auf dem Bild auf Seite 1?
– Sie fährt Skateboard auf dem Rand von Milchkannensieb.
– Sie krabbelt auf Lieselotte.
– Sie krabbelt im Stroh.
Kolleginnen un Kollegen könen geern daarup torügggriepen. Dat Quiz is hier to finnen.
De Schoolwinners van de OBS Edwecht stahn fast un sünd up en mooi Bild, kiek unnern. Se hebben sük tegen en stark Konkurrenz dörsett – 378 Kinner hebben lesen! Dat is Rekord! – Kiekt ok in de lüttje Bericht, schreven van Kathrin Konen-Witzel.
Kinder der Grundschule Osterscheps (OT von Edewecht) erhielten kürzlich besonderen Plattdeutschunterricht: Unterrichtet wurden sie von Schülerinnen und Schülern des Platt-WPK der OBS Edewecht. Diese hatten sich gründlich vorbereitet. Dass dies zum Erfolg führte, zeigt dieser kleine Bericht von Henning Pickert:
In der letzten Woche fand für die Mädchen und Jungen des Plattdeutsch-WPKs (Jahrgang 7) ein besonderer Unterrichtstag statt. Gemeinsam mit ihrer Lehrerin Frau Konen-Witzel besuchten sie die 2. Klassen der Grundschule Osterscheps. Dort brachten sie in spielerischer Form den anwesenden Kindern die plattdeutsche Sprache näher. Die Grundschulkinder waren sehr gespannt und konnten am Ende der Stunden ihre ersten Wörter auf Plattdeutsch sprechen. „Die Schülerinnen und Schüler unseres WPKs haben sich im Vorfeld ausführlich Gedanken gemacht, wie sie mit den Grundschulkindern arbeiten könnten. Im Endeffekt haben sie die Stunden nahezu selbständig geplant und einen guten spielerischen Weg gefunden, die ersten plattdeutschen Wörter zu vermitteln“, berichtete Frau Konen-Witzel.
An de 24. Määrt hett in Ihlow an de IGS (Hermann-Tempel-School) dat eerste Sprakendörp up Engelsk, Franzöösk un up Plattdüütsk stattfunnen. De Prüfung is en vollwertigen Ersatzleistung för en schriftlichen Test, schrifft uns Platt-Mesterske Anja Enninga, de de Dag tosamen mit Imke Schöneboom (KGS Hage-Norden) un Martina Brietzke (GS Simonswolde) vörbereidt un dörföhrt hett. Tosamen wassen dat veer Stationen („In ʼt Kino“, „Up Koffjevisiet“, „Up de Flohmarkt“ un „Bi de Touristeninformation“, waar de Kinner hör Könen un Weten bewiesen kunnen. – Imke hett flietig an de Kino-Kass stahn un daar mithulpen - un se hett en paar mooi Biller maakt: völen Dank!
Jesse Franz schrifft uns: „Endlich is dat Büxentaschenbook över de Walddeerten nu uk digital togänglich! Na eene schier nich vörtostellende Nofraag up dat Verapentlichen hin is nu al de tweete Uplaag dorvun up dan Weg bröcht. Binah hunnert repräsentative Fotos in Farv sünd duar sowoll mit dan Plattdüütschen as uk mit dan Hoochdüütschen Naam beschreven. Wer düsse Biller vun de Deerten in Ünnerricht nutzen mag, kann dat nu uk mit digitale Reedschoppen moken. Runnerloden kann een sük de Broschüre hier (klick up de "Download"-Knopp unnern links).
Dat WPZ Ostheide – Initschater vun dat Büxentaschenbook – deid uk wiederhen Waldpädagogik up Platt anbeden und dor künnt Themen rund um dat Holt behandelt weern: Dat givt fardige Programme vun dat WPZ, man uk Ideen vun annere künnt ümsett warrn (toʼn Bispeel Inholden vun Curricula ut de School). De Koort mit de Tostännigkeit vunʼt WPZ Ostheide finnt sik uk hier un Interesseerte künnt sik mellen ünner [email protected].
Bis zum 15. April können Bewerbungen zur Ernennung als Plattdeutsche bzw. Saterfriesische Modellschule eingereicht werden, entweder erstmals oder als Fortsetzungsantrag. Maximal drei Anrechnungsstunden werden vergeben. Das Formular ist unten zu finden, zudem häufig gestellte Fragen (Wer kann sich bewerben? Was machen Modellschulen? Wie lange wird gefördert? etc.) und die entsprechenden Antworten. Bitte auf den genauen Dateinamen achten. Aktuelle Modellschulen werden gebeten, falls noch nicht geschehen, den Abschlussbericht abzugeben (ebenfalls unten). – Auf Post freut sich RLSB-Berater Gerd Behrens ([email protected]). Alle Infos und Dateien auch hier auf dem Bildungsportal Niedersachsen.
Am 19. März 2025 findet die alljährliche „Netzwerktagung Niederdeutsch“ für Modellschulen im Plaza Hotel, Hannover, unter dem Motto „Präsenz un Övertügen“ statt. Neben einem interessanten Fachvortrag von Christiane Ehlers, Leiterin des Niederdeutschsekretariats, gibt es eine Reihe von Workshops für die praktische Umsetzung im Unterricht.
Seit Kurzem besteht die Möglichkeit, zusammen mit zwei Theaterpädagoginnen des Klecks-Theaters Hannover ein einwöchiges Theaterprojekt auf Plattdüütsch zu planen. Dies ist bereits im September mit viel Freude und Erfolg an der Realschule Diepholz durchgeführt worden.
Ansprechpartner ist Gregor Spiekermann ([email protected]).
Das Ziel ist im Planschreiben für das Pilotprojekt „Plattdeutsch in der Schule“ klar formuliert – auf Platt natürlich: „Intress un Freid an de plattdüütschen Spraak mit Hölp vun theoterpädagoogsche Sichtwies waak mäken.“ Für alle, die der plattdeutschen Sprache nicht mächtig sind, hier die hochdeutsche Übersetzung: Interesse und Freude an der plattdeutschen Sprache unter theaterpädagogischen Gesichtspunkten wecken. 23 Schülerinnen und Schüler der sechsten Klasse der Realschule Diepholz erlernten im Rahmen einer Projektwoche vom 16. bis 20. September die plattdeutsche Sprache – und waren mit Motivation, Engagement und Freude dabei. Die Projektwoche endete am Freitag mit einer Theateraufführung der Klasse 6d. Das Publikum in der Aula der Schule bestand aus den übrigen sechsten Klassen und einigen Ehrengästen.
Das aufgeführte Stück handelte davon, wie über eine anfangs noch fremde Sprache später eine tolle Gemeinschaft entstehen kann. Und den Schülerinnen und Schülern merkte man sichtlich die Freude an der neuen Sprache in Kombination mit den schauspielerischen Elementen an. Nach einem plattdeutschen Lied zum Abschluss verbeugten sie sich vor ihrem Publikum und ernteten sichtbar stolz den Applaus für ihren Auftritt.
Das Feedback der Kinder war eindeutig: Das Lernen der neuen Sprache hat Spaß gemacht. Platt sei definitiv nicht nur was für alte Leute. Sie alle könnten die Sprache mittlerweile ein bisschen besser verstehen – und auch sprechen. Vor allem der Ansatz der Theaterpädagogik, sich der plattdeutschen Sprache auf spielerische Art und Weise zu nähern, kam besonders gut an. Jede Menge Applaus gab es für die Schüler der Klasse 6d: Sie führten am Ende der Projektwoche
„Plattdeutsch in der Schule“ das Theaterstück „Warkschau an Freedag“ auf. Angeleitet wurden sie die ganze Woche über von den Theaterpädagoginnen Inge Schäkel (li.) und Martina Brünjes (re.) vom Klecks-Theater Hannover.
© Text und Bild: Jan Könemann
In diesem Jahr steht das Thema „Miteinander“ im Fokus. Miteinander sprechen, miteinander spielen, miteinander lernen – miteinander Zeit verbringen und dabei das Gemeinsame und Verbindende in den Vordergrund stellen. Zu finden sind sie auf https://www.platt-is-cool.de/.
Alle Materialien können ab sofort bei den teilnehmenden Landschaften und Landschaftsverbänden in der regionalen Sprachversion (auf Nordniedersächsisch, Ostfälisch, im ostfriesischen Platt und auf Saterfriesisch) hier bestellt werden – solange der Vorrat reicht.
Das Niedersächsische Kultusministerium hat für Klarheit bei der plattdeutschen Rechtschreibung gesorgt. Es hat die Schreibweisen für das ostfriesische Plattdeutsch nach den Regeln und dem Wörterbuch der Ostfriesischen Landschaft sowie für das Nordniedersächsische nach den Regeln und dem Wörterbuch von Johannes Sass für Schulen als verpflichtend erklärt. Nach Vorlage eines aktuellen Wörterbuches für das Ostfälische soll auch für diese plattdeutsche Sprachvariante eine Schreibweise anerkannt werden. Darüber informierte das Kultusministerium die Landschaften und Landschaftsverbände in Niedersachsen kürzlich. Zugleich hat das Kultusministerium in den im Frühjahr veröffentlichten Curricularen Vorgaben für den Niederdeutschunterricht festgelegt, dass alle regionalen Varianten des Plattdeutschen im Unterricht gesprochen werden dürfen – unabhängig von der jeweiligen Schreibweise. Dadurch bleibt die Vielfalt der Sprache hörbar und kann im Unterricht weitergegeben werden. – Weitere Infos hier; die Curricularen Vorgaben sind auf dem Bildungsportal Niedersachsen abrufbar.
Was hat Waffelbacken mit Plattdeutsch zu tun? Mit dieser Frage startet die zweite Folge des RLSB-Podcasts. Gabriele Scheel und Wiebke Erdtmann, Fachdezernentin und Fachberaterin für Region und die Sprachen Niederdeutsch und Saterfriesisch im Unterricht, sind zwei von vielen engagierten Menschen, die aktiv an der Verbreitung des Niederdeutschen und des Saterfriesischen beteiligen. Die beiden erzählen, wie Platt an unseren Schulen gelebt wird, ein bisschen was zur Erlasslage und dazu, welche Vorteile Schülerinnen und Schüler durch das Platt lernen haben.
Die Folge ist unter folgendem Link bei Spotify verfügbar: https://podcasters.spotify.com/pod/show/pressestelle-rlsb/episodes/Plattdeutsch-an-Schulen-e2htngj. Und über Instagram: https://www.instagram.com/wat_platt_/?igshid=YmMyMTA2M2Y sowie auf dem Bildungsportal: https://bildungsportal-niedersachsen.de/ueber-uns/presse/podcast.
Mareike Wellmeier lässt sich von Wiebke Erdtmann und Gabriele Scheel (v. l. n. r.) etwas über die Niederdeutsch- und Saterfriesisch in den Schulen Niedersachsens erzählen. Un dat is en Pläseer!
Die beiden ehemaligen Lehrerinnen Edith Sassen und Johanna Evers sind Anfang des Jahres von Kultusministerin Julia Willie Hamburg für ihr Engagement für das Saterfriesische ausgezeichnet worden. Sie erhielten in Hannover dafür das Verdienstkreuz am Bande des Niedersächsischen Verdienstordens. Geehrt wurde insbesondere der politische, aber auch ganz praktische Einsatz für die durch die EU-Sprachencharta geschützte Minderheitensprache. Edith Sassen kennen viele sicher noch als Fachberaterin und Herausgeberin vom „Middeweekskracher“. Wir gratulieren beiden Damen herzlich! – Hier die Pressemitteilung des Niedersächsischen Kultusministeriums vom 9. Januar 2023:
Birgit Grahl aus Nienburg hat Spiele op Platt entwickelt, die sie mit Kindern der 5. bis 7. Klasse ausprobiert hat und hier zum Herunterladen bereitstehen:
Kannst keen Platt, fehlt di wat!
